Ein Dank an die Geehrten und Gedanken zur Vielfalt des freiwilligen Einsatzes
Traditionell werden am Vorabend des Nationalfeiertags – sofern dieser auf einen Werktag fällt – in Brunn Menschen ausgezeichnet, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwesen einsetzen. Ihr Engagement trägt auf vielfältige Weise dazu bei, das Zusammenleben in unserer Gemeinde zu gestalten, Kultur und Natur zu bewahren und Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu begleiten.
Im Rahmen der diesjährigen Veranstaltung wurden Reinhard Krauditsch und Michael Poklop mit dem silbernen Ehrenzeichen der Gemeinde ausgezeichnet. Beide engagieren sich seit Jahrzehnten für die Pfarre Brunn am Gebirge und waren davon 20 Jahre Mitglieder des Pfarrgemeinderates. Ihr Einsatz geht weit über diese Funktionen hinaus und umfasst zahlreiche weitere Beiträge zum Leben unserer Pfarrgemeinde.
Wir freuen uns über die öffentliche Anerkennung ihres langjährigen Wirkens und gratulieren beiden herzlich zu dieser Auszeichnung. Sie ist ein schöner Anlass, ihnen für ihre Zeit, ihre Verlässlichkeit und ihre vielfältige Unterstützung ein aufrichtiges Dankeschön auszusprechen.

Bei der Ehrungsveranstaltung wurden auch zahlreiche Menschen aus unterschiedlichen Vereinen und Organisationen ausgezeichnet. Die Vielfalt der geehrten Tätigkeiten zeigt, wie breit freiwilliges Engagement in Brunn verankert ist: Es reicht vom Einsatz für Natur und Umwelt über die Pflege kultureller Traditionen bis hin zu sportlichen, kirchlichen und sozialen Aufgaben.
Die Auswahl der zu Ehrenden stellt eine Gemeinde angesichts dieser Vielfalt sicherlich vor Herausforderungen. Die Tätigkeiten unterscheiden sich in ihren Aufgaben, ihrer Reichweite und ihren Rahmenbedingungen. Entsprechend anspruchsvoll ist es, Kriterien zu finden, die den unterschiedlichen Formen des Engagements gerecht werden. Neben langjährigem Einsatz können dabei auch besondere Leistungen und Initiativen eine wichtige Rolle spielen.

Die diesjährige Ehrung gibt mir Anlass, über eine Frage nachzudenken: Wie kann es gelingen, die gesamte Bandbreite ehrenamtlichen Engagements in unserer Gemeinde sichtbar zu machen? Dazu gehört für mich auch die Frage, wie Menschen gewürdigt werden können, die sich über viele Jahre für sozial benachteiligte Personen, für Menschen in schwierigen Lebenssituationen und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen – beispielsweise im Rahmen der Caritasarbeit.
Auch das Engagement der kirchlichen Gemeinden verdient in diesem Zusammenhang besondere Aufmerksamkeit. Bei der diesjährigen Veranstaltung wurden erfreulicherweise auch Mitglieder der evangelischen Pfarrgemeinde ausgezeichnet. Kirchliche Ehrenamtliche bringen sich auf vielfältige Weise in das Gemeindeleben ein: durch konkrete Hilfe, Begleitung und Begegnung ebenso wie durch die Gestaltung gemeinschaftlicher und spiritueller Angebote. Dieses Engagement hat seine eigene Prägung und leistet zugleich einen Beitrag zum Zusammenleben in unserer Gemeinde.
Dabei geht es nicht darum, verschiedene Tätigkeiten gegeneinander abzuwägen. Der Einsatz für Natur und Umwelt, die Weitergabe kultureller Traditionen, sportliche Aktivitäten, Rettungsdienste und soziale Unterstützung erfüllen unterschiedliche, gleichermaßen wichtige Aufgaben. Sie alle können das Leben in Brunn bereichern und den Zusammenhalt stärken.
Umso wertvoller wäre es, wenn bei künftigen Ehrungen die unterschiedlichen Dimensionen des Ehrenamts möglichst umfassend sichtbar würden. Insbesondere das oft weniger öffentlich wahrgenommene Engagement für Menschen in schwierigen Lebenslagen könnte dadurch stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.
Ich möchte der Gemeinde für die Organisation der Ehrungsveranstaltung und die Anerkennung des freiwilligen Einsatzes vieler Brunnerinnen und Brunner danken. Zugleich hoffe ich, dass die diesjährige Feier ein Anstoß sein kann, gemeinsam darüber nachzudenken, wie die Vielfalt ehrenamtlichen Wirkens künftig noch umfassender gewürdigt werden kann.
Im Namen der ganzen Pfarrgemeinde gratuliere ich Reinhard Krauditsch und Michael Poklop herzlich zu ihrer Auszeichnung. Für ihren jahrzehntelangen Einsatz sagen wir von Herzen: Danke und Vergelt’s Gott!





